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In Bezug auf die Betreuung der Schüler nach dem Unterricht gibt es wichtige Begriffe zu unterscheiden:

Mittagsbetreuung

Insbesondere für Grundschüler gibt es die so genannte Mittagsbetreuung. Sie wird bei Bedarf und abhängig von regionalen Gegebenheiten eingerichtet und liegt in kommunaler oder freier Trägerschaft. Sie gewährleistet eine verlässliche Betreuung der Kinder vom Ende des stundenplanmäßigen Vormittagsunterrichts – bisher bis etwa 14 Uhr. Ab dem Schuljahr 2008/09 erhalten die bestehenden Mittagsbetreuungseinrichtungen – gestaffelt über 3 Jahre – die Möglichkeit einer zeitlichen Verlängerung in den Nachmittag hinein (bis mindestens 15.30 Uhr), und sie können zusätzlich das bisherige Angebot um eine Hausaufgabenbetreuung sowie Freizeitaktivitäten erweitern.
Weitere Informationen zur Mittagsbetreuung vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Offene Ganztagsschule

Die Schüler besuchen wie gewohnt den stundenplanmäßigen Unterricht, der im Klassenverband überwiegend am Vormittag stattfindet. Im Anschluss daran bietet die Schule im Rahmen ihres Ganztagskonzepts an 4-5 Tagen ein betreutes Mittagessen und ein verlässliches Nachmittagsangebot mit Freizeitaktivitäten und Hausaufgabenbetreuung an. Die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder nur für bestimmte Tage anzumelden. Die offene Ganztagsschule zeichnet sich somit durch eine hohe Flexibilität aus. Um die Planbarkeit zu erleichtern, muss die Anmeldung jedoch für ein ganzes Schuljahr erfolgen.

Offene Ganztagsschulen bieten:

• eine tägliche Mittagsverpflegung
• Hausaufgabenbetreuung
• verschiedenartige Freizeitangebote (sportliche, musische und gestalterische Aktivitäten)
• ggf. Fördermaßnahmen

Weitere Informationen zur offenen Ganstagesschule vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Gebundene Ganztagsschule

Unter gebundener Ganztagsschule wird verstanden, dass

• ein Aufenthalt in der Schule an mindestens vier Wochentagen von täglich mindestens sieben Zeitstunden für Schüler verpflichtend ist (z. B. von 8.00 – 15.00 Uhr),
• der Pflichtunterricht auf Vormittag und Nachmittag verteilt ist.

Der Unterrichtstag ist rhythmisiert; das heißt: Übungs- und Lernzeiten stehen im Wechsel mit sportlichen, musischen und künstlerisch orientierten Fördermaßnahmen und Freizeitaktivitäten.

Gebundene Ganztagsschulen bieten:

• differenzierte Fördermaßnahmen
• den Unterricht ergänzende und individuelle Arbeits- und Übungsphasen
• eine veränderte Lern- und Unterrichtskultur mit innovativen Unterrichtsformen (Projektarbeit, Wochenplanarbeit etc.)
• Mittagsverpflegung
• einen pädagogisch gestalteten Freizeit- und Neigungsbereich
• Öffnung von Schule unter Einbeziehung qualifizierter externer Partner
• Angebote zur Förderung sozialer Kompetenzen
• intensive Elternarbeit

In der gebundenen Ganztagsschule arbeiten überwiegend Lehrkräfte mit den Schülern, aber auch externe Kräfte, etwa während der Mittagszeit sowie in der Freizeitgestaltung, Berufsorientierung oder bei erzieherischen Angeboten. Der gesamte Tagesablauf wird von der Schule gestaltet.
In Bayern wird in der Regel an den staatlichen Schulen nur eine Klasse pro Jahrgangsstufe in Ganztagsform geführt (=Ganztagszug), so dass die Eltern weiterhin die Wahlmöglichkeit haben, ihr Kind am selben Standort auch in die Regelklasse („Halbtagsklasse“) zu geben.

Über die Einrichtung von gebundenen Ganztagsschulen entscheidet der Staat. Er finanziert sie auch. Die Eltern übernehmen lediglich die Kosten für das Mittagessen.

Ganztagsschulen in Bayern

Unter dem Begriff der „Ganztagsschulen“ werden in Bayern Schulen verstanden, bei denenüber den vormittäglichen Unterricht hinaus an mindestens vier Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mehr als sieben Zeitstunden umfasst,

an allen Tagen des Ganztagsbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereitgestellt wird,

die nachmittäglichen Angebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert, in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden und in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem vormittäglichen Unterricht stehen.Begriffliche Änderungen im Anschluss an die Definitionen der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK):

a) Schulen mit Angeboten der ganztägigen Förderung und Betreuung im Anschluss an den Vormittagsunterricht werden als „Offene Ganztagsschulen“ bezeichnet,
b) Schulen, an denen ein Ganztagszug mit häufig rhythmisiertem Unterricht eingerichtet ist, als „Gebundene Ganztagsschulen“ bezeichnet.

Beide Einrichtungsformen werden unter dem Oberbegriff der „Ganztagsschulen“ geführt.s nunc,